Reisebericht von Marco Island nach New Orleans|2


Von Tallahassee nach New Orleans

Der nächste Tag lief ähnlich ab. Es ging durch die Staaten Alabama, Mississippi nach Louisiana. Unendlich lange Betonbrücken über das Mississippi-Delta und teilweise bis 8m unter dem Meeresspiegel bis nach New Orleans, das ja bekannterweise  auch unterhalb des Meeresspiegels liegt und dadurch nach dem Hurrikan Katherina große Probleme auftraten.

Der riesige See Pontchartrain bedrohte damals die Stadt, die ohnehin schon reichlich zerstört war und unter Wasser stand. Heute sieht man nur noch einzelne Ruinen. Hier ist eine enorme Aufbauarbeit geleistet worden. Sehr schöne Wohnanlagen im Umkreis der Stadt. Das alte Südstaatenflair ist bei Fahrten mit den schönen historischen Streetcar Lines (Tageskarte für 3 $)durch den Garden District bis nach Carrollton, durch Mid-City bis zum City Park mit dem  Museum of Art oder bei Spaziergängen durchs French Quater in Downtown zu spüren.

Informationen findest du dazu hier 

Terrassen oder schmiedeeiserne Balkone mit Schaukelstuhl sind sehr typisch. Da wo die Bahn von der St. Carles in die S.Carrollton abbiegt gibt es bei G.B.‘s Patio Grill ein fantastisches Rybe Eye Steak. Lecker, lecker…..

Und jetzt  kommt‘s.

New Orleans

„The Big Easy“ New Orleans ist die Stadt des  Jazz, Blues, Dixieland und den daraus entstandenen Stilrichtungen. Unser erster Spaziergang durch die Canalstreet ließ schon aufhorchen. An der ersten Ecke, es war die Bourbon Street, ging eine Band zu Werke, dass einem fast die Ohren abfielen. Ein Trompeter, zwei Posaunisten, ein Tuba-Spieler und zwei Schlagzeuger, man nennt sie  wohl Brass Bands, haben einen Umkreis von 100 m unterhalten. Einfach irre!!!!!

Die Musiker leben von den Spenden der Passanten. Da muss man  einfach einige Dollars in die Büchse werfen, weil es richtige Konzerte sind.  Wo die Szene wirklich zu Hause ist, kann ein Touri kaum feststellen.

Den ursprünglichen legendären Jazz findet man sicher in den Vorort-Kneipen der Stadt. Dafür die Suche aufzunehmen erfordert etwas mehr Zeit.

Die Bourbon St und die Frenchmen St einschließlich ihrer Seitenstraßen haben so einige Adressen, wo auch der Jazz sein zu Hause hat.

Zwei Tipps die St.Peter St in der Preservation Hall mit den „The St.Peter Street All-Stars“ oder Bourbon St. bei Fritzel die „Fritzel’s New Orleans Jazz Band“. Ansonsten muss man einfach im French Quarter auf die Suche gehen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei bis zum Hard Rock. Na ja und am Wochenende geht in der Bourbon St die Post ab. Aus fast jedem Etablissement kommt Livemusik oder auch Konserve. Da darf dein Ohr nicht empfindlich sein.

Wer auf dem Flughafen arbeitet (wegen der Geräuschkulisse) hat da etwas Vorsprung. Nischt für Laubenpieper!!!!! 😉

Leichte Mädchen aller Gewichtsklassen dürfen natürlich nicht fehlen im prüden Land. *smile*. Am Tag sind auch einige Straßenmusiker und -künstler unterwegs, die mühsam ihre Dollars verdienen, da sie sich offensichtlich nicht überall zu jeder Zeit produzieren dürfen, weil Ordnungshüter Platzverweise erteilen.

Trotz des Hurrikans Katrina, der hier vor 6 Jahren gewütet hat, sind der Charme und die Schönheit dieser Stadt geblieben.

Was macht man sonst am Mississippi?

Na klar, Mississippi-Steamboat fahren. Auf der „Nantches“ arbeiten die Maschinen, wie vor hundert Jahren, nur der Treibstoff ist heute Diesel. Es qualmt also nicht mehr so erschreckend. Aber die alten Schiffssirenen im Dreiklang machen richtig Krach. Zur Begrüßung der Passagiere vor dem Einstieg wird eine Viertelstunde auf der Sirenenorgel live ein Potpourri bis „When The Saints Go marching In“ abgeschmettert.

Anschließend bist du leicht taub. Oi, oi, oi…Die knapp drei Stunden für dieses Ereignis vergehen schnell, den Lunch haben wir natürlich nicht ausgelassen, ist für die Figur wichtig, oder???? Man muss ja nicht, man kann. Es war wahrlich kein Essen für Gourmets, trotzdem schmackhaft. Rote Bohnen sind immer dabei, sehr lecker.

Der Dampfer ist fast nur durch Hafengelände geschippert. Die Ozeanriesen fahren sehr weit flussaufwärts. Direkt vor dem  Einkaufszentrum „Riverwalk“ lag ein norwegischer Kreuzfahrer „Norwegian Spirit“ von der NCL. Der hätte auch durch die riesige Stahlbrücke des Pontchartrain Expy gepasst.  Die ganze Riverfront ist mit einer Menge Attraktionen gespickt. Nur einiges, was man sich anschauen kann: Flea Market, French Market mit vielen kreolischen Köstlichkeiten, St. Louis Cathedral, Jackson Square, Aquarium of the Americas und, und……

Man muss es nicht schaffen, man kann. Weil……man auch ein schönes Stück Kondi braucht. Es ist immer schön warm und feucht. Manchmal sogar zu feucht mit kräftigen Gewittergüssen ohne Abkühlung. Also Pausen nicht vergessen!!!!!

Und?

Ist es mir gelungen, dich in Versuchung zu führen? Eine derartige Reise ist lohnenswert und bereichernd

 

Preiswert verreisen geht übrigens so 🙂 


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