Reisebericht-Flugerlebnis USA Ost mit Mauiva Aircruise|8


Mauiva Aircruise-Harrisburg (Pennsylvania) und Washington DC

 

Harrisburg ist 1791 gegründet und seit 1812 die Hauptstadt des US-Bundesstaates Pennsylvania. Die Stadt liegt im Dauphin County im Südosten des Bundesstaates am Susquehanna River und ist 1979 durch einen Unfall im Kernkraftwerk Three Mile Island sehr bekannt geworden. Vom Flieger gut zu sehen mit seinen 3 großen Kühltürmen. Dieses Jahr hat der Susquehanna River durch Hochwasser einigen Schaden angerichtet. Es ist aber nichts mehr zu sehen.

Näher angesehen haben wir uns das Pennsylvania Capitol. Der römische Petersdom war wohl hier das architektonische Vorbild. Ein imposante Bauwerk, das 1906 nach vielen Bauabschnitten von dem damaligen Präsidenten Roosevelt eingeweiht wurde. Im Inneren die Statuen, Bilder, Mosaike erinnern sehr an sakrale Bauten in Europa.

Und schon ging es weiter mit dem Flieger der Mauiva Aircruise  zum Dulles Airport nahe Washington DC im Staate Virginia. Was wird bei einer geführten Tour den jährlich 20 Millionen Touristen in Washington DC angeboten? Natürlich der Bereich rund um das Kapitol, Weiße Haus, die Ehrenmale für G. Washington, A. Lincoln, T. Jefferson und von T. Roosevelt und die nationalen Gedenkstätten des 2. Weltkrieges, Koreakrieges, Vietnamkrieges, die sehr eindrucksvoll gestaltet sind. Neben den vielen japanischen Touristen sind auch viele Amis hier unterwegs und immer noch Kriegsveteranen des Vietnamkrieges, die von allen Seiten bewundert werden. Es gibt ja hier sogar ein Ministerium für die Angelegenheiten der Kriegsveteranen. Ganz in der Nähe auch ein ganz neues imposantes Denkmal für Martin Luther King, das noch nicht eingeweiht war. Als George Washington den Grundstein für das Weiße Hauses legte, war dieser District of Columbia erst als Hauptstadt geplant. Er ist 1799 rechtzeitig gestorben, damit ihm zu Ehren der Name Washington DC entstand und der nächste Präsident Adams im Jahr 1800 ins Weiße Haus einziehen konnte. Der L‘Enfant Plaza mit einer gleichlautenden Metrostation erinnert an den französischen Ingenieur Pierre L‘Enfant, der den Innenbereich der Stadt nach Pariser Muster gestaltet hat. Heute beschäftigen die vielen Institutionen die unglaubliche Anzahl von ca. 350.000 Staatsangestellten.

Wir haben auch die Demonstranten gegen die Macht der Banken mit Camps mitten in der Stadt gesehen und die uralte Dame namens Connie, die schon seit 1981 ununterbrochen am Weißen Haus in einem Zelt campiert und gegen alles Unrecht dieser Welt protestiert. Wenn sie mal Pipi gehen muss, gibt es schon eine Organisation, deren Mitglieder während ihrer Abwesenheit am Zelt verweilen, um ihr Demonstrationsrecht nicht zu verlieren. Man braucht eben überall Lizenzen;-))

 

 

Mauiva Aircruise-Elfter Tag in Washington DC

Eine Bootsfahrt “Spirit of Mount Vernon” über den Potomac River hat nicht leider stattgefunden, weil die Schiffe im Oktober nicht mehr unterwegs sind. Der Potomac River ist deshalb so bekannt, weil dieses Gebiet während des Bürgerkrieges 1861 bis 1865 heiß umkämpft war.

So ging es mit dem Bus gleich weiter nach Mount Vernon der Heimat von George Washington im Staate Virginia. Das von seinem Vater errichtete Bauernhaus hat er weiter ausgebaut und ist dabei doch recht bodenständig geblieben, trotz seiner Zeit als Militär und schließlich Politiker. Hier konnte man den Spirit of Mount Vernon nachempfinden. Auf einer schönen langen Terrasse haben die Freunde Washingtons sicher viel gesessen und beim großartigen Blick auf den Potomac River ihre Pläne geschmiedet. Seine Besucher sollen sich teilweise bis zu 14 Monate bei ihm aufgehalten haben. Highways und Interstates gab es damals noch nicht, so wurde an Reisezeit gespart. Und wieder ganz USA-typisch ist das Museum von einer Mount Vernon Ladies Association gesponsert und erwirtschaftet den Erhalt aus Ticket, Gastronomie, Souvenier-Verkauf und Schenkungen. Der Staat gibt hier nichts zu. Schließlich war er der erste Präsident der USA, der übrigens in New York vereidigt worden ist, weil dort in der damaligen Hauptstadt der oberste Richter ansässig war.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Alexandria, im „Speckgürtel“ von Washington, ging es zum Besuch des Kapitols. 

Vorauszuschicken ist, das eine Unzahl von Einrichtungen besichtigt werden können und das überwiegend gratis. Das ist einfach genial. Man kann das Kapitol besichtigen, das Weiße Haus, den obersten Gerichtshof, das Bureau of Engraving and Printing, wo die Dollarscheine gedruckt werden, oder natürlich das FBI, wo man angeblich auch aktiv mit Schießeisen rumballern kann.

Der beeindruckendste Teil ist die Rotunde mit den Reliefs aus der Frühgeschichte und die Kuppel darüber. Interessante architektonische Ergebnisse wurden uns von der Reiseführerin vorgeführt. Die besondere Akustik ermöglichte z.B. die Informationsweitergabe vom Rand der Rotunde in die Mitte, wo die einflussreichen Persönlichkeiten ihre Tipps „geflüstert“ bekommen haben. Natürlich haben wir in den Sitzungsbereichen des Senats und des Kongresses gesessen und den Reden eines Senators und eines Kongressabgeordneten vor einem Präsidium aber jeweils ohne Abgeordnete gelauscht. Das erinnerte an einige Sitzungen im Bundestag. Ist wohl systembedingt. Dafür gibt’s ca. 4 Millionen Besucher im Jahr, die ja nichts zu melden haben.

Und schon war der Tag wieder vorüber und wir tauchten in eins der unzähligen netten Restaurants der Stadt ab.

 

Hier geht es weiter mit der Reise Mauiva Aircruise Washington DC

„Weltweit-USA-Flugreisen-Eastern Jetsetter“