Reisebericht-Winterblues

Kontrastprogramm zum Winterblues


Kennen sie das ? Es ist Ende Januar und Sie fühlen sich angegriffen. Das letzte Quartal des vergangenen Jahres war hart und hat unerbittlich vollen Einsatz von Ihnen verlangt. Hinzu kamen auch noch einige blöde grippale Infekte, die Sie quasi im Laufen abmachen mussten und nun fühlen Sie sich so richtig reif für die Insel. Sie brauchen dringend Erholung Doch länger und weiter zu verreisen ist sowohl beruflich wie auch privat nicht drin, weil nun einmal jetzt die Weichen für das gute Gelingen aller Vorhaben in diesem Jahr gestellt sein wollen.

Dennoch müssen Sie nicht auf eine Auszeit und auch auf einen erfrischenden Tapetenwechsel nicht verzichten, denn auch der Winter bei uns hat sehr reizvolle Seiten, wenn man sie zu entdecken versteht.  Manchmal bewirkt ein Wochenendausflug schon Wunder. Gerne erzähle ich Ihnen davon…

Haben Sie um diese Jahreszeit schon einmal Schleswig-Holsteins Westküste entdeckt?

Reisebericht Winterblues„Die Westküste? — Da fährt man doch im Winter nicht hin!“ Reden wie diese habe ich schon oft gehört. — Stimmt. Die Westküste Schleswig-Holsteins gilt im Winter als Niemandsland — als toter Fleck auf der Landkarte. Die Einheimischen stört es nicht — im Gegenteil! Sie pflegen dann nämlich mit Genuss ihre Eigenheiten. Da werden dann auch schon mal Geselligkeiten gepflegt, bei denen Gäste eher nicht gewünscht sind.

 

Ihre eigensinnige Spökenkiekerei und die alten Geschichten und Sagen sind ein ganz besonderer Schatz. Im Februar dann hat diese Küste ein hohes Fest. Mit dem Bike brennen wurde einst der Winter ausgetrieben und zugleich geleiteten die hohen Feuer die Fischer hinaus auf See um zu Beginn des Meeresfrühlings in den Fangründen zu sein.

Tanz am Bikefeuer hat etwas Dämonisches an sich! Reisebericht Winterblues

 

 

Reisebericht-WinterbluesDa erzähle noch einmal jemand Holstein sei im Winter nur grau und öde.  Der Norden Deutschlands hätte dann nur Tristesse und Schmuddelwetter zu bieten und sei vollkommen reizlos.

Humbug ist das! Denn so wie anderswo kann auch hier durchaus ein sehr kalter und eisiger Winter mit Wintersonne, Schnee und Ostwind einziehen. — Und wenn dieser kommt, so hält er viele Wochen an! — Dann nämlich hat ein skandinavisches oder weißrussisches Winterhoch eine so genannte Omega Wetterlage erzeugt, die sehr stabil ist. Das sind dann die Zeiten in denen es auch auf der Ostsee und im Watt viel, ja sehr viel Eis gibt, und hier die Flüsse und Seen zufrieren.

 

Reisebericht WinterbluesIm Zauber solcher Winterstimmung schrieb Hans Christian Andersen einst in Odense oben in Dänemark sein berühmtes Wintermärchen.

Welche Traumbilder dann Eis und Sonne schaffen zeigt sich in der Landschaft ganz von selbst. Ob es die Kaltblutpferde im Pulverschnee auf Gut Pronsdorf sind, die eine Märchenkulisse schaffen, oder  ob ein vorwitziger Feldhase auf verschneitem Acker die weiße Landschaft belebt. Ja, oder die vereiste Trave, die als verwunschener Zauberfluss die Landkreise, Ostholstein, Bad Segeberg und Stormarn als Silberband durchzieht.
Es ist egal. Die winterliche Schönheit ist dann allgegenwärtig. Dann ist Holstein mit einem Mal das Märchenreich der Eisprinzessin, so wie auch das südliche Dänemark, das unserer Landschaft durchaus sehr ähnlich ist. — Um all dies zu entdecken, darf man aber nicht zu bequem sein. Warm eingepackt hinausgehen und entdecken heißt es da. Und ein solcher Winterspaziergang ist auch für das Wohlbefinden durchaus förderlich.

Winterwanderungen im Isartal

Doch auch wenn die Winterimpressionen Norddeutschlands speziell Schleswig-Holsteins sehr viel Reizvolles bieten, so kommen mir beim Stichwort „Wintererinnerungen“ die Winter meiner jungen Jahre in Bayern in den Sinn. Vor allem sind es viele wunderschöne Wanderungen durch das Isartal, die ich da im Geiste neu erlebe, ob auf Skiern oder zu Fuß spielt dabei keine Rolle. Sie sind ein besonders lieb gewordener Teil meiner Wintererinnerungen vergangener Tage.  Oftmals hat man sich  so lange  da draußen in der Winterwelt im Schnee herumgetrieben, bis die scheidende Sonne hinter den Bergen einen ermahnt hat nunmehr endlich heimzukehren oder sich eine gemütliche Einkehr zu suchen.

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Da denke ich an herrlich, warme Kachelöfen, heißen Apfelstrudel und dampfenden Kaffee, die einen nach den frostigen Stunden aufgewärmt haben, und man kehrte dann schließlich zufrieden und erfüllt nach Hause zurück.

Hochalpines Wintervergnügen auf Schweizer Art

Den Skifahrern unter den Sportbegeisterten wird bei Hochalpinem Wintervergnügen in der Schweiz gewiss das Herz schneller schlagen. Die Abfahrten dort sind allerdings ein Genuss und meist sehr gepflegt. Doch haben auch Wintersportgäste hin und wieder ein Auge für ihre Umgebung?

 

Ich habe bei meinen Winterurlauben im Engadin vor allem eines genossen, wenn ich auch genauso Ski gefahren bin, wie mancher andere, — diese umwerfend schöne hochalpine Landschaft im Winter um mich her.

 

Ich habe mir bewusst die gemütlichen Hänge und Pisten ausgesucht, wo man am Rande auch einfach mal stehen bleiben schauen konnte, denn es lohnt sich wirklich.

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Zwischen Scoul und Ftan – Ein Abenteuer am grünen Inn

„Wenn einer eine Reise tut…“ So kann er was erzählen. An einem Tag nämlich, an dem unserer kleinen Feriengemeinschaft nicht nach Skifahren zumute war, beschlossen mein Vater und ich den unter unseren Hotelfenstern vorbeirauschenden Inn entlang zu wandern von Scoul, wo wir logierten, nach Ftan.

Abgesehen davon, dass diese Schlucht ungemein malerisch und romantisch ist, in der der hier smaragdgrüne junge Inn hinunter tobt und tost, ist es bei winterlicher Vereisung, die sehr stark war, ein gefährliches Unterfangen! Zum Glück hatten wir Bergschuhe und Eiskrallen mit an. Denn sonst wäre diese Wanderung sträflicher Leichtsinn gewesen.

Der Weg ist zwar relativ gut gesichert aber doch teilweise recht ausgesetzt. Ich hatte beim Queren mancher Eisplatte doch ziemliches Herzklopfen, ob ich gut hinüberkäme. –

Ich bin es. Doch vergessen werde ich diesen Ausflug nie.

Ein Wintertag in der Rhön

Wer für gewöhnlich in der Winterzeit Ausflüge macht und verreist, tut dies, weil er vor Ort dem Wintersport frönen möchte. So zumindest ist eine landläufige Meinung. So ist es auch bei den meisten Reisenden in dieser Zeit und auch bei den Ausflüglern, die in die Rhön fahren. Da gibt es rund um die Wasserkuppe einen gut besuchten Skizirkus und auch reichlich  gute Loipen für die Langläufer.

Reisebericht WinterbluesBei guten Schneeverhältnissen ist das herrlich. — Die Wenigsten werden wohl tun, was ich dort tat, wenn ich einen Wintertag dort verbrachte. — Wandern, Schauen, Fotografieren, die raue herbe Winterwelt in dieser Umgebung auf mich wirken und zu mir sprechen lassen.

Die kalte, klare Luft ist wirkt wie ein Jungbrunnen auf wintermüde Lebensgeister, und man genießt sie in vollen Zügen. Am Ende eines solchen Ausflugs sucht man sich in einem Dorfgasthaus eine gemütliche Einkehr und ist erfüllt von Eindrücken.
Ich könnte Ihnen noch viele reizvolle Flecken Erde vorstellen, die alle nicht schwer zu erreichen sind. Und ich habe es auch getan in meinem Buch

 

Grüße einmal anders… 

Reisebericht Winterblues Grüße einmal anders…
Autorin: Friederike Küster

Es gibt eine Menge versteckter Schönheiten und reizvolle Ecken, die nur darauf warten von Ihnen entdeckt zu werden selbst nahe großer Städte, so dass man kein Trübal blasen muss, weil man nicht weit weg reisen kann. Ich selbst arbeite bereits an einem zweiten Band mit Reisenotizen, denn ich bin sehr unternehmungslustig.

Mit besten Grüßen

Ihre Friederike Küster

 


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