Reisebericht Istanbul

Reisebericht Istanbul shoppen und mehr


Weitere Ausflugsziele in Istanbul

Einen weiteren Tag  ging es mit der Tram T1 nach Kabatas und dann mit der Metro bergauf zu einer empfehlenswerten Route vom Taksim-Platz in Richtung Goldenes Horn, das ist die Meeresbucht, die das ältere von dem neueren Istanbul trennt und durch 4 große Brücken verbunden ist.

Hier war ordentlicher Großstadtbetrieb. Die historische Straßenbahn natürlich mittendrin, wo man eben einfach mal auf der Anhängekupplung mitfährt oder Trittbrettfahrer sein darf.

Die Straße dazu heißt Istiklal Caddesi und der Stadtteil dazu Galatasaray, wie das bekannte Fußballteam.

Nach dem letzten Kaffeehausbesuch war weitere Erholung angesagt und lag gleich am Wege. Ein Hamam. Die einfache und schöne Möglichkeit sich von den Anstrengungen des touristischen Alltags zu erholen.

Der Hamam  ist einer der „1000 places before you die“, dort wo vor einiger Zeit Kaiser Wilhelm seinen Luxusbody hat pflegen lassen und Indiana Jones gedreht wurde.

Ein Hammām – deutsche und türkische Schreibung Hamam – ist ein Dampfbad, das man vor allem im arabischen Raum, im iranischen Kulturkreis und in der Türkei findet und das ein wichtiger Bestandteil der islamischen Bade- und Körperkultur ist. Es ist auch unter den Namen „Türkisches Bad“ oder „Orientalisches Bad“ bekannt.

Der Hammām ist ein Dampfbad, welches meist aus Marmor mit einer kreisrunden Liegefläche in der Mitte des Raumes, dem Nabelstein, besteht. Öffentliche Hammāms werden nach Geschlechtern getrennt genutzt: Es sind entweder separate Räumlichkeiten vorhanden oder die Nutzungszeiten für Frauen und Männer sind verschieden. In Hotelanlagen kann das Hammām meist auch gemeinsam besucht werden. Der Besucher legt ein spezielles Handtuch (Peştemal) als Lendenschurz an. An den Wänden befinden sich Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser, mit dem man sich entweder selbst regelmäßig übergießt, oder man lässt sich von einem Tellak (Bademeister und Masseur) waschen. Oft werden gegen Aufpreis auch Massagen und Peelings angeboten. Ein Peeling reinigt die Haut durch Reiben mit der sogenannten Kese, einem rauen Handschuh aus Wildseide oder Ziegenhaar.

Neben dem Reinigen und Schwitzen wird in den Hammāms auch viel für die Schönheitspflege getan. Die Männer nutzen die entspannte Atmosphäre, um sich zu rasieren, die Frauen epilieren sich den gesamten Körper (im Islam ist die Entfernung der Achsel und Schamhaare Pflicht) oder färben sich die Haare.

Nach dem Besuch des warmen Dampfbads folgt eine Phase der Erholung und Entspannung in einem kühleren Raum.

Aber es gibt genügend andere Hamans, in denen man ebenso entspannen kann und mit ähnlichem Ambiente ohne Entertainment. Das war nun so einer.

Es gibt zwei verschiedene Eingänge, denn hier wird strikt getrennt für die Damen- und Herrenwelt. Die Frauen, die mich empfangen und eingewiesen haben, sahen ehrlich gesagt total gruselig aus. Die meisten teilweise mehr oder weniger zahnlos, nicht sehr verbindlich, vielleicht war ich ihnen einfach zu „westlich“ 😉

Ich kann mir nicht verkneifen zu glauben, dass sie mir deutlich machen wollten, dass Mascara einfach nicht ins Haman gehört. Ich wurde wie es im Haman üblich ist, nachdem ich ausreichend geschwitzt hatte, von so einer gruselig ausschauenden Frau mit einem Schwamm gewaschen und hinterher hat sie mir ohne viel zu fragen, einen riesigen Kübel Wasser über meinem Kopf ausgeschüttet.

Ich musste schmunzeln, tja da musste ich nun mal einfach durch 🙂

Anschließend – jetzt wirklich nicht mehr gestylt – ging es mit der „Tünel“-Metro bis zur Neuen Galata Brücke (Köprüsü) nicht ohne vorher noch den über 660 Jahre alten Galataturm besichtigt zu haben, der in dem Gebäudegewirr mit seinen 67 m nicht zu übersehen ist. Die Tram T1 führte zum Ausgangspunkt zurück. Man kann sich vorstellen, dass wiederum ein Lokal rund um den Fischmarkt wie ein Magnet gewirkt hat. Wer Fisch mag, ist hier bestens aufgehoben.

Shoppen in Istanbul

Ein Tag ist dem Shopping gewidmet. Der Gang durch die Tiyatro ist schon eine Augenweide. Es war überaus faszinierend sich durch ein Viertel zu bewegen, in dem  nur Produzenten und Großhändler für Schuhe zu finden waren.

Frauenherzen schlagen hier in höchsten Frequenzen.

Es bestand auch die Chance  Einzelpaare für preislich sehr günstige Konditionen zu erwerben. Da vergisst man den schlechten Straßenzustand, denn der ist nicht für die netten Treter geeignet.

Reisebericht IstanbulDie Stiefel sind schon besser, doch mehr für zu Hause.  Es gab auch eine Riesenauswahl Knöpfe 😉

Vergessen war aber nicht der Blick aus der oberen Etage des Hotels. Gegenüber offenbarten sich schon die teilweise üblen Arbeits- und Lebensbedingungen in maroder Bausubstanz.

Ein Höhepunkt ist der prachtvolle Große Basar. Wird man in diesem Einkauftempel als Deutscher erkannt, dann ist alles „billig“ oder „gratis“.

Bei den Kontakten mit diversen Händlern stellte sich vielfach heraus, dass sie oft einige Jahre in Deutschland verbracht haben und jetzt hier in der Metropole ein gutes Einkommen haben.

Reisebericht IstanbulAn den exquisiten Lederklamotten war natürlich kein Weiterkommen. Viel Zeit war für die Verhandlungen nötig, um  sehr vernünftige Preise zu erreichen. Es ist einfach launig mit viel Palaver und Tee die Zeit unter den sehr kommunikativen Istanbulern zu verbringen.

Ein Einkaufsrausch angesichts der preiswerten Produkte sollte doch vermieden werden, da der deutsche Zoll einem den Preis wieder gehörig versalzen kann.  Hier auf den Seiten des Auswärtigen Amtes Und den Zollseiten kannst du dich informieren, bevor du deine Reise startest.

Dieser  Tag verging wie im Flug.

 

Der Abschied von Istanbul

Diesmal ging es mit Angst einflößender  Höchstgeschwindigkeit eines Taxis für 20€ in kürzester Zeit zum Flugplatz. Das Taxi haben wir über das Hotel bestellen lassen. Zuverlässig pünktlich wurden wir abgeholt.

Fazit:

Istanbul ist einzigartig und einen weiteren Besuch wert. Ohne Schwierigkeiten wären weitere Sehenswürdigkeiten aufzusuchen und dazu noch das coole Nachtleben zu entdecken. Diesmal waren die Tagestouren so anstrengend, dass es eben gerade zu den genüsslichen  Abendessen mit einem oder zwei  Weinchen reichte.

Schön war‘s allemal.

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