Reisebericht Dresden


Eine Winterreise nach Dresden

Einfach mal 3 Tage entspannen war die Ansage und dazu auch noch in der Vorweihnachtszeit.

Die Staatliche Kunstsammlung von Dresden war nicht das Ziel, aber sicher eine sehr interessante Möglichkeit seinen Bildungsstand zu erhöhen und einen echten Beitrag zur Verbesserung der Ergebnisse der Pisa Studie zu leisten. Die Sixtinische Madonna als hervorragendes Exponat der Alten Meister oder die schönen Landschaftsbilder eines Caspar David Friedrich bei den Neuen Meistern können unser Kunstverständnis entscheidend verbessern.

Das Grüne Gewölbe ist keine Disco oder die Parteizentrale der Grünen, sondern die Schatzkammer des früheren sächsischen Hochadels mit sehenswerten Exponaten. Münzkabinett, Schatzkammer, Hygienemuseum, Verkehrsmuseum und viele andere Einrichtungen sind Voraussetzungen für einen mindestens 6-wöchigen Bildungsurlaub. *lach* das hebe ich mir für später auf.

Zu dieser Jahreszeit ist das Wandeln in den Gängen auf jeden Fall eine trockene Angelegenheit und besser als im Sommer.

 

Bastei Sächsische Schweiz

Die relativ kurze Anreise verschaffte uns Freiraum für einen Abstecher in die Bastei und die Einkehr in ein nettes kleines Gasthaus.

 

In Stürza an der S161 machten wir Rast im „Niederen Gasthof“. Es war die richtige Wahl. Ein netter kleiner Familienbetrieb mit einer nett hergerichteten Gaststube und die Krönung war der Kachelofen, der noch so richtig mit Holz und Kohle beheizt wird. Hier haben wir das Weihnachtsessen vorgezogen mit Gänsekeule bzw. Kaninchenrollbraten und natürlich Klößen mit Rotkraut, wie der Sachse sagt. Das war was, da sehr lecker.

Da kann man glatt verzichten auf die größeren Einrichtungen in Bastei-Nähe.

Die Bastei offerierte sich in ihrer schaurig schönen Art, wie sie Caspar David Friedrich auch dargestellt hat. Die vielfältigen und zerklüfteten Felsen sind das Ziel vieler todesmutiger Kletterer. Wir hatten die Kletterseile nicht dabei, somit beschränkte sich unser Mut auf den Spaziergang über die 76 m lange Basteibrücke mit der Überwindung der „Mardertelle“, vorbei an der Felsenburg Neurathen, um von hier aus die „Lokomotive“ zu bewundern. Die Wolken zogen so tief darüber, dass man meinen konnte, dass sie unter Dampf steht. Der Blick ins Elbtal ist schon seit Ewigkeiten ein lohnenswertes Foto- oder Malermotiv mit dem Lilienstein, der nur ein wenig dem Tafelberg in Kapstadt Konkurrenz macht, aber seinen eigenen Reiz vermittelt. Auf der Elbe fehlten die Raddampfer von der „Sächsischen  Dampfschifffahrt“. Die haben sich vorbereitet auf den Ansturm von Touristen zwischen Weihnachten und Neujahr. Wer mehr wissen will schaut rein in hier herein. Für 2,00 € gibt es auch ein nettes Urlaubsmagazin, das wir von unserem Wirt geschenkt bekommen haben. Nett, die Sachsen.

Nun lockte aber die Landeshauptstadt Dresden. Zum Schnäppchenpreis ins Hotel Hilton an der Frauenkirche eingecheckt, umgezogen und ab Richtung Prachtbau Semperoper.

Die Semperoper

Dieses Haus hat so viel Geschichte, dass hier die verschiedensten thematischen Führungen zu buchen sind.

Dafür war unser Aufenthalt wieder zu knapp bemessen. Die Zeit hat jedoch noch ausgereicht, um die prachtvolle Architektur mit ihren reich verzierten Räumen zu bewundern. Das kann ein Laie nicht beschreiben, aber genießen. Spielplanmäßig waren „Peter und der Wolf“ und „Jakub Flügelbunt“ im Angebot.

Für Leute, die sich bisher nicht mit dem klassischen Metier auseinandergesetzt haben, ist das eine gute Möglichkeit alle Instrumente kennen zu lernen und mit Jakub das schwierigere moderne Musikschaffen. Ist schon gewöhnungsbedürftig. Es war am Beifall zu spüren. Das vorwiegend junge Publikum war mehr für Peter. Hinreisend war das vorwiegend kindliche Publikum zwischen 5 und 12 Jahren. Das Spektrum reichte von totaler Faszination bis zu langweiligem Herumrutschen auf dem wirklich bequemen Theatersessel. Auch Daumenlutschen, Zöpfchen drehen, kuscheln bei Mama oder Papa, Figurensitzen mit unglaublichen Stellungen waren im Angebot. Kinder eben.

Es gibt noch andere Höhepunkte in der Semperoper, wie das traditionelle Silvesterkonzert mit der Staatskapelle Dresden und ZDF-Übertragung. Das wird schon verglichen mit dem Quotenrenner „Dinner for One“. Am 20.Januar 2012 ist Semper Opernball mit Verleihung des St.-Georgs-Orden an „James Bond“ Roger Moore.

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