Reisebericht Australien

Reisebericht Australien


Warum ausgerechnet Australien?

„Was reizt  euch eigentlich so an Australien?“, hat man uns schon des Öfteren gefragt. Als Erstes fällt mir dazu spontan ein: Grenzenlose Freiheit. Es ist ein irres Gefühl, sich frei in einem solch riesigen Land bewegen zu können. Wenn man sich dabei noch sicher fühlen kann, weil die Kriminalitätsrate sehr niedrig ist, wird das Freiheitsgefühl noch verstärkt. Natürlich gibt es sicher auch in Australien Menschen, die Mein und Dein nicht unterscheiden können. Uns als Campern ist jedenfalls, auch bei der dritten Reise und insgesamt fast neun Monaten Aufenthalt, nichts passiert.

Wer Australien zum ersten Mal besucht und nicht unbegrenzt Zeit hat, sollte mindestens drei bis vier Wochen einplanen. Allein durch An- und Abreise gehen ja schon drei bis vier Tage verloren. Mit dem eVisitor-Visum kann man sich drei Monate in Australien aufhalten. Für längere Aufenthalte bis zu einem Jahr braucht man ein e676-Visum. Ausführliche Infos dazu gibt es von der australischen Botschaft. Am unkompliziertesten reist es sich mit einem der Campmobile, die es für alle Geldbeutel gibt, auf einer selbst gewählten Route. Empfehlungen dafür geben wir auf Wunsch gerne.

Diese Freiheit ist aber nicht ohne Hindernisse zu erleben. Australien fasziniert durch seine Gegensätze. Die Hitze kann mörderisch sein und riesige Buschbrände  auslösen. Dann wieder wochenlange Regenfälle, deren Auswirkungen im Frühjahr und Herbst 2011 noch zu spüren waren, so dass wir unsere Route spontan ändern mussten.

 

Floodway nach nächtlichem Regen bei Alice Springs

Wenn mancher noch glaubt, dass es in Australien immer und überall schön warm ist, dann liegt ein gewaltiger Irrtum vor. Im letzten Oktober haben wir auf unserer südlichen Route sehr oft gefroren, weil man in dieser Gegend auch im australischen Frühjahr mit nächtlichen Temperaturen bis nahe an den Nullpunkt rechnen muss. Bei der Routenplanung sollten die klimatischen Verhältnisse der Region also immer mit bedacht werden.

Wer das Abenteuer liebt und Australien in der Mitte durchquert, macht unweigerlich Bekanntschaft mit hunderten von Kilometern Gravelroad, den unbefestigten staubigen Straßen im Outback. Drei Viertel des australischen Kontinents sind Outback. Wer sich dort ohne Wasser und Nahrung verirrt, dem geht es so wie unserem Landsmann Ludwig Leichhardt, der vor rund 150 Jahren sang- und klanglos verschwand. Aber der hatte auch keinen GPS-Notsender dabei.

Was verbinden nun die meisten mit Australien? Wohl am ehesten den großen roten Felsen, den Ayers Rock oder besser Uluru, weil das die Bezeichnung seiner „Eigentümer“ ist.

Uluru zwei Stunden vor Sunset

Sydney ist für viele die Metropole der Welt und das erste Ziel in Australien. Nicht umsonst wurde Sydney beim Städteranking 2011 zu einer der lebenswertesten Städte der Welt gekürt. Sicher mit Recht. Wir haben uns überzeugt. Wer mal die von mildem Klima gesegnete grüne Stadt durchstreift hat, mit einer kleinen Fähre durch den Hafen und unter der berühmten Harbourbridge hindurch bis nach Paramatta gefahren ist, die einzigartige Oper besucht und den Ausblick auf die nächtliche Skyline erlebt hat, wird das bestätigen.

Ein Ausflug zum Great Barrier Reef ist für Taucher und Schnorchler bestimmt ein unvergessliches Erlebnis, sofern sie nicht mit einer Würfelqualle Bekanntschaft machen, denn von Oktober bis April ist „Box-Jellyfish-Season“. Warnschilder an den Stränden der Ostküste sollte man deshalb beachten und beim Tauchen oder Schnorcheln einen Schutzanzug tragen.

Jetzt aber erst mal Schluss mit den Widrigkeiten von Downunder. Die Fortsetzung dazu folgt. Aber auch zu den absolut erfreulichen Dingen in Australien will ich mich dann mal auslassen und auch das Thema Geld behandeln.

Zum Blog des Gastautors Gerhard Lehmann geht es hier

 


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