Namibia Reisebericht

Namibia–Traum und Wirklichkeit|5


Durch den Kgalagadi Nationalpark

Insgesamt muss man drei Nächte im Park verbringen, wenn man nicht gleich wieder von Mata Mata nach Namibia zurück fährt. Dadurch soll verhindert werden, dass die 120 km lange Sandpiste zur Transitstrecke nach Südafrika oder Botswana wird.

Zwei Tage später fahren wir weiter durch Südafrika, um bei Rietfontein wieder nach Namibia einzureisen. Dabei bekommen wir ein mittelschweres Grenzproblem. Wegen eines fehlenden Einreisestempels lässt uns der südafrikanische Grenzoffizier nicht ausreisen. Diesen Stempel hätten wir uns in Twee Rivieren holen müssen. Leider hat uns das vorher niemand verraten. So müssen wir 130 Kilometer wieder zurückfahren, uns den Stempel holen und unter Missachtung sämtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen wieder zur Grenze rasen, um nicht zu spät zur nächsten Farm zu kommen. Der teuerste Stempel unseres Lebens. Das Grenzregime zwischen Namibia und Südafrika ist hier etwas irreführend und selbst Namibier, die wir später danach fragen, wissen nicht richtig Bescheid. Aber für die gelten auch erleichterte Bedingungen. Als dummer ausländischer Tourist kann man leicht reinfallen, wenn man sich nach der Einreise in Mata Mata seinen Pass nicht genau ansieht.

Der Köcherbaumwald auf der Quivertree Farm

Namibia ReiseberichtKöcherbaumwald auf der Quivertree FarmAuf der Quivertree Farm bei Keetmanshoop wandern wir am nächsten Morgen durch den Köcherbaumwald. Die Bäume heißen so, weil sich die San (Buschmänner) aus den leicht aushöhlbaren Ästen Köcher für ihre Pfeile hergestellt haben. Über die Felsen huschen immer wieder kleine Klippspringer. Namibia Reisebericht

Das Kalahari Farmhouse

In der Nähe des Kalahari Anib Farmhouse bei Stampriet können wir auf einem Ausstellungsgelände  wohlgenährte Rinder, Schafe und Ziegen bewundern, die auf einer Versteigerung den Besitzer wechseln sollen. Im Festzelt nebenan kann man Essen, Trinken und in diversen kleinen Shops Schmuck, Bilder und viele andere Souvenirs kaufen. Damit jeder auch genügend Bargeld hat, gibt es auf dem Freigelände zwischen den landwirtschaftlichen Maschinen auch einen mobilen Geldautomaten.

Reisebericht Namibia Bungalow Bungalow am Kalahari Farmhouse

Namibia Reisebericht Bungalow am Kalahari Farmhouse

 

Namibia Reisebericht Schöner Schafbock bei der Versteigerung

Namibia Reisebericht Mobiler Geldautomat auf dem Ausstellungsgelände

 Die Auas Safari Lodge

Unser Toyota bringt uns sicher durch die trockenen Steppen und Wüstengebiete der Kalahari, deren (schwarze) Bewohner, im Gegensatz zu unseren “Luxusunterkünften”, in sehr armseligen Siedlungen und Patchwork-Blechhütten ohne Strom und Fließendwasser wohnen und uns trotzdem oft freundlich zuwinken. Etwa 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Windhoek erreichen wir die wunderschöne Auas Safari Lodge. Eine echte Oase zum Ausspannen nach vielen Kilometern auf staubigen Schotterstraßen.

Namibia Reisebericht Auf der Auas Safari Lodge

 

Im Schatten neben dem Pool hat es sich ein Impala (Schwarzfersenantilope) gemütlich gemacht und kaum habe ich mich auf einer Liege ausgestreckt, geht ein kleiner Hund neben meinen Beinen auf Tuchfühlung. Wie auf Bestellung zieht noch ein Strauß durch die Grassteppe und setzt der Idylle ein Krönchen auf.
Das Wetter hier ist kaum erwähnenswert. Tags Sonne, Sonne, Sonne und heiß, nachts Sterne, Sterne, Sterne und etwas kühler.

Gastautor: Gerhard Lehmann

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