Reisebericht-Flugerlebnis USA Ost mit Mauiva Aircruise|4


Fünfter Tag Mauiva Aircruise

in Soho, Little Italy, Chinatown, Lower East Side

 

Marco Polo  hat es uns eingebrockt. Die haben in ihrem Reiseführer Stadtspaziergänge vorgeschlagen. Die haben wir uns gegönnt.

Es war eine sehr schöne Route. Die alten Wohnhäuser mit ihren Stahlgitterbalkonen von schön restauriert bis hoffnungslos verrostet und den obligatorischen Nottreppen. Wenn die Sonne scheint ist dem New Yorker nichts zu klein, da die Balkone nicht immer so groß sind, sondern nur eine Art Treppenabsatz. Dort sitzt man dann und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen. Einfach Kietz.

Bei uns wird Squash in der Halle gespielt, hier auf dem Straßenplatz mit Handschuhen gegen eine Betonwand, natürlich von beiden Seiten bespielbar und eingezäunt.

Die Italiener haben auch hier gegen die Chinesen eingebüßt. Little Italy soll immer kleiner werden und Chinatown dehnt sich aus. Trotzdem sind/waren die italienisch geprägten Lokale einfach einladender. Aber das ist sicher Ansichtssache. Den obligatorischen Cappuccino haben wir uns auf jeden Fall gegönnt.

Die Chinesen haben sich offensichtlich nicht so sehr von der amerikanischen Esskultur überrollen lassen. Für unsere Zunge war das Essen gewöhnungsbedürftig. Es ist eben anders als in Deutschland, wo sich die Lokalitäten näher am europäischen Geschmack ausrichten. Alles ist eben Geschmacksache und es war auf jeden Fall Ente :-).

 

Diese schöne Wanderung führte uns schließlich in die St Marks Place. Eine echte Szenestraße mit den vielseitigsten Geschäften. Hier ist alles vertreten, sicher nicht die Highsociety eher so die Normalos, Musiker, Biker, Touristen bis hin zu den ganz schrägen Typen und Bettlern. Polizei, Feuerwehr und Samariter sind hier vor Ort. Das ist generell in New York so, damit im Ernstfall lange Fahrwege und die hohe Verkehrsdichte nicht stören. Die Feuerwehrleute an ihrem Monsterfahrzeug machten es sich hier ganz gemütlich mit Schwätzchen, kleiner Mahlzeit und Cola.

Es wirkte generell alles sehr locker. Das hat uns angemacht. Also haben wir uns bei Bull Mc Cabe´s Irish Pub an der Straßenterrasse niedergelassen und Guinness getrunken. Selbst da an der frischen Luft war das Rauchen verboten. Die Raucher mussten wirklich auf den Fußweg raus.  Schnell hatten wir ganz reizende Gesprächspartner aus dem benachbarten New Jersey, so dass sich diese Rast etwas ausgedehnt hat und recht lustig war. Damit hatte der Tag seinen krönenden Abschluß.

 

Mauiva Aircruise-Sechster Tag Central Park

Es war ausgerechnet noch ein Sonntag und New York  war irgendwie anders unterwegs. Wir saßen so gemütlich in einem Restaurant zum opulenten Frühstück in der Nähe des Central Parks, als die Straßen abgesperrt wurden und in größeren Gruppen unzählige Radfahrer vorbeitrampelten. Es war der Beginn des Bike Month in New York, um den Leuten das Radfahren noch schmackhafter zu machen. Bitte nicht verwechseln mit dem Bicyle Day, der was mit der Entdeckung der Wirkungen von LSD zu tun hat. Wollen wir nich!!!!

Zusammen mit den genügend übrigbleibenden New Yorkern ging es in den sehr sauberen Central Park. Das Klischee ist bekannt: Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, Skater, Volleyspieler, Basketballspieler, Baseballspieler, Freizeitjazzer, Faulenzer und Picknicker auf den vielen Wiesen. Wir haben uns erst einmal unter die Zoobesucher gemischt, natürlich kostenlos mit New York-Pass. Auf dem weiteren Rundgang wollten wir unbedingt Yoko Onos Erinnerungsgarten an John Lennon und die Beatles, das Strawberry Field, sehen.

Berauschend war es nicht.

Dafür waren die Flohmärkte, die sich an die Av. Central ParkWest anschlossen sehr vielseitiger.

In einer Stunde haben wir uns noch einen Überblick im American Museum of Natural History verschafft. Hier findet man alles was unsere gigantische Natur betrifft. Der weltgrößte Dino ist Synonym dafür. Ein Tag wäre wenigstens nötig, um sich einigermaßen Übersicht zu verschaffen. Wir haben uns nur die Entwicklungsgeschichte der Lebewesen angeschaut.

Nach diesem Abstecher ging´s quer hinüber zum Metropolitan Museum of Art mit einer sehr vielseitigen Picasso-Bilderausstellung, die alle seine Schaffensperioden darstellte. Der konnte ja wirklich malen ;-))))). Mehr war in dieser Zeit leider nicht drin.

Auf dem gemütlichen Rückweg ein kleiner Abstecher in den Glaswürfel, den Apple Store am Rande des Central Parks in der 5th Av. Spaß ohne Grenzen, weil alles zum Anfassen und Ausprobieren war, einschließlich Zugang ins Internet, ob iPod und iTunes, Mac Notebooks oder Desktopcomputer und 24 Stunden geöffnet!!!

Da uns das noch nicht gereicht hat, sind wir mit der Subway 4 oder 5 zum Fototermin zur Station an der altehrwürdigen Wall Street in der frühen Abendstunde gebraust. Nur mal so nebenbei alles ist abgesperrt und von Sicherheitspersonal kontrolliert. Selbst Bewohner reisen hier ein wie am Check Point Charlie im damalig geteilten Berlin. Einfahrt vorbei an versenkbaren Absperrsäulen, Personenkontrolle, Spürhundeinsatz, Kofferraumkonrolle, Einfahrt an wiederum solchen Absperrungen. Wir durften da lang laufen und haben sogar mit einem netten Wachbeamten geplaudert.

Die Mehrzahl der Touristen waren entweder zum Essen oder auf dem Weg in die vielen Musicaltheater und wir konnten den Stier in aller Ruhe bei den Hörnern packen und auf die Platte bannen. Nun fließt die Kohle bullisch. Irre was!!!!!

Für heute waren wir mit der Welt fertig. Mit New York waren wir leider nicht fertig, geht auch gar nicht. Aber, wenn man beispielweise einen Großstädter fragt, ob er alle Sehenswürdigkeiten seiner Stadt schon besucht hat, bekommt man sicher teilweise recht überraschend schwache Antworten. Nun brauchen wir uns tatsächlich nichts vorwerfen. Es hat einfach Spaß gemacht und der Reisebericht auch 😉

„Weltweit-USA-Flugreisen-Eastern Jetsetter“