Reisebericht Fahrradtour Berlin Leipzig

Fahrradtour – Reisebericht Berlin Leipzig|11


Hier geht die Fahrradtour von Berlin nach Leipzig zu Ende

Gastartikel von Mister Fit 🙂

Da Leipzig die größte Kabarettdichte nachgesagt wird und sogar eine Lachmesse stattfindet, habe ich mir die „Akademixer“ lange genug vorbestellt, um vor ausverkauftem Haus „Rettet die Kaffeefahrt“ ablachen zu können. Es war echt eng durch zugestellte Stühle. Ansonsten war von allem etwas dabei. Schwarzer Humor von überforderten Ärzten, mit Statistiken der Griechen wurde alles bewiesen, auch das Gegenteil, als Hühner auf dem Biohof total überfordert, Äntschi hat auch nicht gefehlt. Zum Schluss wurde gemeinsam ein Volksunwohlsein-Canon gesungen mit den Versen:

„Laktose Intoleranz, meine Cholesterinwerte sind zu hoch, Gluten frei“. Ich habe mich gefragt: „Wie konnte ich das bisher überleben“.

Es war echt spaßig.

Endziel meiner Reise ist der Leipziger Hauptbahnhof. Europas schönster Kopfbahnhof. Ein U-Bahn-Projekt aus Vorkriegszeiten war am Grundwasser gescheitert. Die bereits vorhandenen unterirdischen Räumlichkeiten wurden unter anderem als sogenanntes Zeitkino genutzt, wo man zu jeder Zeit für wenig Geld seine Wartezeiten entspannt überbrücken konnte.
Ich habe es als Kind besucht, weil abgesehen von der Wochenschau und den Kurzfilmen immer ein Trickfilm dabei war. Für die 50 Pf. konnte ich stundenlang sitzen bleiben. Heute ist der Untergrund eine tolle Einkaufszone und wird natürlich für den Ausbau des Durchgangsverkehrs genutzt.

Reisebericht Fahrradtour Berlin LeipzigUnd nun die Rückreise wieder mit Fahrrad in …72 Minuten …im InterConnex, der privaten Nord-Ostsee-Bahn, für 14 € plus 3 € Sitzplatzreservierung online gebucht, plus 5 € Fahrrad im Zug. Ad hoc-Zahler im Zug zahlen 9€ mehr und 1,50 € für den Kaffee mit Milch und Zucker am Platz.

Übrigens in Wittenberg war ich in 35 Minuten aber ohne Halt. Muss auch nicht: Leipzig ist wirklich noch schöner. Echt!

Kurze Übersicht der Fahrradtour von Berlin nach Leipzig:

Der Radwanderweg Berlin-Leipzig war recht gut ausgeschildert, so dass man nicht Gefahr fuhr in Dresden anzukommen, was nicht unbedingt schlimm gewesen wäre. Nach den kleinen Abstechern während der Fahrt musste man schon etwas suchen, um wieder auf Kurs zu kommen. Eindeutig war Brandenburg am besten ausgebaut. Alle Ziele in Leipzig habe ich selbstredend mit dem Fahrrad erreicht und es vermittelt auch den Eindruck, dass viel für die Radler getan wird. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Leipzig – kurz adfc – genannt  kümmert sich wohltuend in einem Programmheft um die Radler. Das Verkehrs- und Tiefbauamt wirbt für die Errichtung von diebstahlsicheren Anlehnbügeln für 2 Fahrräder durch eine relativ kleine gestützte Investition vor Geschäften, Restaurants oder Häusern.

Immerhin sind knapp 350 km zusammengekommen, das sind 70 km pro Tag. Da dürften auch andere stolz sein. Wollte man allerdings unterwegs alle Sehenswürdigkeiten ansehen  und um die Strecke näher kennenzulernen, sollten wenigstens zwei Wochen geplant werden und die Tagesleistungen fallen dann vielleicht geringer aus 😉

Viel Spaß beim Nachmachen!

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