Reisebericht Fahrradtour Berlin Leipzig

Fahrradtour – Reisebericht Berlin Leipzig|10


Gastartikel von Mister Fit 🙂

Noch immer unterwegs mit dem Fahrrad von Berlin nach Leipzig

In der Südvorstadt nicht weit vom Völkerschlachtdenkmal ist das Panometer zu finden. Früher ein alter Gasometer, jetzt ein Areal für Panorama-Darstellungen von Yadegar Asisi. Mit  Amazonien wird der Zauber des Regenwaldes vom Amazonas nach Leipzig verlagert. Abgesehen davon, dass dieses 360-Grad-Paorama einfach faszinierend ist, wird in der umgebenden Ausstellung viel Wissenswertes vermittelt. Alexander von Humboldt war einer der bekanntesten Forscher und wie immer waren einige sächsische Forscher dabei. Der Nachwuchs ist vorläufig noch an der Rezeption zu finden, um sich die materielle Unterstützung für das Studium zu schaffen. Als nächstes Panorama ist schon etwas im Zusammenhang mit der Völkerschlacht in Vorbereitung, die bekanntermaßen 2013 das 200-jährige Jubiläum feiert.

Das alte Leipziger Messegelände in Thonberg konnte ich locker mit dem Fahrrad erkunden. Die großen, alten Messehallen stehen noch. Als Kinder mussten wir natürlich über den Zaun klettern, um uns die Welt anzusehen und spätestens nach einer Stunde wieder rausgeschmissen zu werden, aber nach 10 Minuten waren wir wieder drin ;-). Neben den technischen Messen gab es damals auch landwirtschaftliche Ausstellungen. Ich weiß nur noch, dass ich mal gesucht werden musste, da ich weit nach Toresschluss friedlich in einem Kuhstall eingeschlafen war. Jetzt findet man hier Sportstätten, Autohäuser, die Deutsche Bank, kirchliche Einrichtungen und anderes. Der ehemalige sowjetische Pavillon ist keine sozialistische Errungenschaft, sondern steht schon seit 1924 als Achilleion und wurde als Sportpalast genutzt. Die Errungenschaft seit 1951 ist allerdings der Wiederaufbau und die „Kirchen“-Spitze mit dem Sowjetstern.

Reisebericht Fahrradtour Berlin Leipzig

Ein wichtiger Spruch bleibt hier noch zu zitieren: “ Wer nach Leipzig zur Messe gereist ohne auf Auerbachs Hof zu gehn, der schweige still, denn das beweist: er hat Leipzig nicht gesehn.“ Das Pflichtprogramm in Auerbachs Keller hatte ich natürlich schon zu Messezeiten absolviert.

Im Zoologischen Garten wurden natürlich Kindheitserinnerungen aufgefrischt. Die denkmalgeschützten Anlagen und Gebäude stehen noch oder werden restauriert. Besser, wie Wikipedia den Leipziger Zoo vorstellt, kann man es nicht machen. Auf jeden Fall sind beeindruckende Anlagen entstanden, die Illusionen vermitteln, wirklich in den Tropen zu sein oder in einem Gästehaus nach großer Safari mitten in der Savanne, hier mit dem Namen Kiwara. Marché Patakan betreibt es auch noch sehr professionell und man kann locker seinen Latte Macchiato schlürfen und von der Terrasse den Blick auf die Savanne werfen, die von Giraffen mit Nachwuchs und Zebras bevölkert ist. Die reichlichen Informationstafeln und Demonstrationen zum Anfassen verschaffen den Eindruck, dass wirklich etwas für die Bildung und die Verbreitung des Umweltgedanken getan wird. Vorbildlich!!

Endlich bin mit jungen Leuten ins Gespräch gekommen. Es waren Studentinnen. 2 von 6 Biologie-Studentinnen im letzten Semester, die sich mit dem Verhalten von Affen beschäftigt haben. Speziell ging es um Laute, die bei den verschiedensten Operationen von sich gegeben wurden. Die kannten jeden Affen beim Namen und hatten schon eine große Kommunikationsstrichliste. Biologinnen im Zoo wollten sie zukünftig auf keinen Fall werden. Was nicht ist kann ja noch werden!!!??? Eine andere Studentin schob 5 Stunden ununterbrochen Wache im neu geschaffenen Tropenhaus Gondwanaland rein aus Finanzierungsgründen für das Studium.

Das ist schon schweißtreibend bei dem tropischen Klima. Mir lief schon nach wenigen Minuten der Schweiß den Rücken runter. Die frei herumspringenden Affen sollte man schon gesehen haben.

Hier endet die Fahrradtour „von Berlin nach Leipzig“

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