Reisebericht-Der Independence Day und auf Marco Island und shoppen in der Umgebung


Die Unabhängigkeit der USA begann 1776 und wird seit dieser Zeit sehr festlich begangen.

Es ist schon ein ungewöhnlicher Eindruck, wie stolz die US-Amerikaner auf ihre Unabhängigkeit sind und wie gerne sie den Independence Day feiern. Besonders wird hier Flagge gezeigt.

Wir haben ihn schon zweimal auf Marco Island erlebt. Alle Veranstaltungen leben von einer gewissen Freiwilligkeit. Es wird gesponsert was das Zeug hält.

An dem sonst zur Sommerzeit so leeren Strand von Marco Island gibt es nun Veranstaltungen für die Kinder, so wie wir es aus Deutschland kennen, basteln, malen auf Papier und Gesichtern, Sackhüpfen usw. Das einzige, was ich vermisse, ist diese unbändige und hörbare Freude, die uns Deutschen zu eigen ist, wenn wir von einer Sache begeistert sind. Die Amerikaner sind da eher leise, zurückhaltend ich würde fast sagen, vornehm applaudierend.

Für die Erwachsenen findet das berüchtigte Wett(fr)essen von diesen trockenen Hamburgern mit viel Senf, (Hot Dogs) Ketchup und Wasser statt

und das Bauen von Skulpturen im Sand mit viel Pathos wie Flagge mit tollen Muschelapplikationen, NASA-Raketen, Onkel Sams, natürlich auch Wassernixen, Haifischen, Tintenfischen u. ä. Ungetümen. Eigentlich sollte auch das Bauen den Kindern vorbehalten sein, dennoch legen sich die Eltern, na ja sagen wir mal eher der Papa, stark ins Zeug.

Die Jury bewertet am Nachmittag und vergibt Preise. Und wieder nur dezenter Applaus. Mir fehlt ganz einfach die Begeisterung. Ich finde es toll, wenn Menschen so richtig Begeisterung zeigen können, muss ja nicht immer laut sein, aber sichtbar?!

Hier findet Ihr mal kleine Einblicke:

 

Ausnahmsweise geht es an unserer Traumbeach mal etwas lauter zu: Musik mit vielen Klassikern von Sinatra bis Elvis dröhnt aus aufgestellten Lautsprechern. Bier, Cola, Burger, Steaks und Hamburger kann man auch erstehen zu höheren Sonderpreisen, damit der Gesamtaufwand gesponsert werden kann. Sehr erstaunlich ist: Hier trinkt keiner über das Maß hinaus, alle sind/bleiben nüchtern.

Die Leute, die nicht am Strand wohnen haben selbstredend hinreichend große Thermokisten dabei, um laufend die Versorgung mit Trinken und Knabberei zu gewährleisten. Nicht ohne Grund gibt es zu viele Übergewichtige.

Die Pelikane und andere Wasservögel haben an so einem Tag keine Chancen zum Fischen. Es sind einfach zu viele Menschen im Wasser. Die Amis gehen auch nicht aus dem Wasser. Sie hocken in dem schönen warmen Wasser mit etwas zum Trinken und plauschen in gemütlicher Runde, stundenlang.

So kann man sich das auch zu Weihnachten und Neujahr vorstellen, da haben die Seevögel dann Diätwochen!!! Denn auch um diese Jahreszeit hat der Golf noch immer Badetemperaturen.

 

Das abendliche Feuerwerk bei Einbruch der Dunkelheit, also so gegen 20.45 Uhr wird natürlich vom Golf von Mexiko aus abgefeuert. So zwischen 20 und 30 Minuten haben wir das genießen dürfen. Einfach wunderschön. Es ballert ununterbrochen in schillernden Farben. Wer Feuerwerk liebt, so wie ich, kommt hier voll auf seine Kosten

Rund um das Feuerwerksschiff liegen unendlich viele Motorboote und der Strand ist ohnehin schon den ganzen Tag knacke voll. Wer zwischendrin mal schnell zu Hause war, ist zurückkehrt mit einem Stuhl und hat es sich am Strand bequem gemacht oder setzt sich einfach in den noch immer warmen Sand.

Das Feuerwerk ist ebenso gesponsert. Eine große gedruckte Folie nennt die Sponsoren, die dafür knapp 50.000 $ zur Verfügung gestellt haben.

Nach dem Feuerwerk setzt ein abrupter Run ein. Innerhalb von 15 Minuten ist der Strand menschenleer. Kein Plaudern mehr, kein Miteinander, kein Abschlussbier, nein, einfach Feierabend und weg sind sie alle.

Im Fernsehen wird dieser Tag natürlich auch hinreichend gewürdigt, historisch orientierte Paraden, militärische und zivile Zeremonien,  mit viel Erinnerungswert aus der US-Geschichte, Volksfeste private Feten und am Ende ein großes Feuerwerk.

In New York zum Beispiel auf dem Hudson River zwischen 20th und 55th St. waren sechs Feuerwerksschiffe, gesponsert von Macy´s Kaufhaus, die synchron gefeuert haben mit Musik und pathetischen Hymnen. Gigantisch. Auf der Freiheitsstatue, der das Feuerwerk zum 125. Jahrestag gewidmet war, standen sicher auserwählte Leute und Militärs, die bei den US-Hymnen würdevoll den Militärgruß zelebrierten. Das war ohne Zweifel das 10-fache der Feuerwerkskosten von Marco Island.

Man stelle sich vor was an diesem Tag im ganzen Land verballert wurde…..

da wären doch 10 Paar gute Schuhe locker mit dabei und immer noch sogenannte Peanuts gewesen… manno eh 😉

Und weil wir schon bei den Schuhen sind, geht’s gleich im nächsten Teil  weiter……

 

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