Acrylmalerei Hobby

Acrylmalerei


Acrylmalerei (Wasserpantscherei) nur für Anfänger gedacht

Gastbeitrag von Ary Hamann  in München

 

Das kann jeder und den meisten gelingt es auch nach sehr kurzer Zeit.

Zubehör:

Was verwendet man am besten am Anfang… NICHTs, das wäre übertrieben.

Wasser, Paprikapulver rot, Kurkuma gemahlen (oranges Gewürz), Salz, Pfeffer, Vogelsand, Schwamm, Spülmittel, Spiritus, Alkohol, Kreide, Farbstifte auf Wasserbasis, Bleistift, Kohlestift, Tapetenklebstoff, Aluminiumfolie, Zellophanfolie, Servietten, Wollfäden, Gips, Pappkarton, Zeitungen, Holzplatten usw.

Grundierung:

Grundierung der Bildträger ganz einfach für Anfänger:
z.B. Karton mit einem Gemisch aus Wasser, Gips, Kreide, Tapetenklebstoff gleichmäßig einstreichen (mit den Fingern und Küchenmesser). Trocknen lassen und 2 bis 3 Mal wiederholen. Ist der Karton zu dünn, dann zwei aufeinander kleben mit Tapetenkleister.

Jetzt haben wir einen saugfähigen, aber nicht durchlässigen Maluntergrund geschaffen.

Farbe und Pinsel:

Wir haben noch keine Farbe? Irrtum, wir nehmen die alte Dispersionsfarbe weiß, die da im Keller oder Garage noch rumsteht.
Jetzt geht’s los, wie bitte… wir haben keinen Pinsel – macht nichts, den wir brauchen noch keinen.

Tassen alte Marmeladengläser, Campinggeschirr, Becher usw. damit wir Farbe anrühren können. Dispersionsfarbe und Kurkuma-Gewürz, vielleicht noch eine Prise rotes Paprikapulver und schon können wir die unterschiedlichsten Farbnuancen unter Zugabe von Wasser erstellen. Gut durchrühren, wenn nicht gebraucht wird Deckel sofort wieder darauf schrauben (Senfglas, Marmeladenglas usw.) Braune Farbnuancen mit Kaffe ebenso ansetzen.

Sie können alles Mögliche verwenden, aber bitte immer darauf achten, dass keine ölhaltigen Substanzen dazu gemischt werden, denn die Acrylmalerei basiert nur auf Wasserbindung!

Schwarze Farbe: Nehmen Sie einfach Kohle zerreiben Sie diese und mischen sie in die Dispersionsfarbe. Übrigens überall sind auch ein bis 3 Tropfen Glyzerin erlaubt, das hält die Farbe etwas geschmeidiger, aber Achtung nicht zu viel verwenden, denn es verlängert natürlich auch die Trockenzeiten.

Soll das Ganze eine gröbere Struktur bekommen, mischen Sie einfach Salz oder besser noch Vogelsand dazu. Der Fantasy sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Bis jetzt haben Sie eigentlich noch kein Geld für Ihr erstes Acrylbild ausgeben müssen, denn das Meiste steht im Haushalt in irgendeiner Ecke und wartet um auf einem von Ihnen gemalten Bild  glänzen zu dürfen.

Stichwort Glanz:

Acrylfarben sind in der Regel stumpfe Farben, die man erst zum Leben erweckt, indem man ihnen Glanz verleiht. Das können wir getrost auf das Ende verschieben.
Acryllack transparent, (kein Öllack!!!) als Schlussfirnis seidenmatt oder glänzend auf das fertige Bild streichen oder walzen, je nachdem.

Motiv:

Versuchen Sie einfach mal irgendwelche Farbverläufe zu konstruieren, Alkoholtropfen darauf gespritzt ergeben interessante Erscheinungen. Anregungen für Motive gibt es massenweise im Internet „Abstrakte Kunst“.

Schlussbemerkung:

Hier wurde lediglich ein kostenloser, und damit risikoloser Beginn zur aktiven Acrylmalerei als Anregung gedacht beschrieben. Wer das jetzt so wie beschrieben versucht, hat schon gewonnen und wird von dieser Malerei nicht mehr loskommen.

Natürlich werden Sie dann bessere Malmittel verwenden und letztlich das erste Leinwandbild, selbst gemacht, an Ihrer Wand hängen haben.

 

Wer weiß… vielleicht werden Sie im Laufe der Zeit noch bekannt oder sogar berühmt?


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