Reisebericht ‘The Maritimes of Canada’

Reisebericht The Maritims of Canada

Sommerzeit ist Reisezeit und da möchte ich von meiner Reise berichten und ein selten schönes Fleckchen Erde vorstellen ‘The Maritimes of Canada‘.

 

 

Hallo, Fifty und Freunde!

Ich bin bereits öfter in dem Land unter dem Ahornblatt gewesen, habe dabei allerdings wie so viele den Westen und die Rocky Mountains bereist. Vor zwei Jahren war es mein Lebensgefährte, der mir die Schönheit und die Besonderheiten des Ostens nahe brachte und herbei vor allem  eben der ‘Maritimes’.

Reisebericht The Maritims of Canada

Ich kann nur sagen, der Osten und Nordosten Kanadas ist es wirklich wert entdeckt zu werden. Ja, und gerade heute Morgen während ich mit meinem Gespons und seinem Freund Stéphane im steigenden Sonnenlicht des Tages auf den blauen Fluten der Bay of Fundy segeln ist mir danach ein bisschen davon zu erzählen, was der Besucher hier unter anderem entdecken kann, wenn er hier reist…

Reisebericht The Maritims of Canada

Wer über Montreal anreist sollte unbedingt Quebec City anfahren. Dort ist man in der französischsten Stadt Kanadas die bietet einem viel. Quebec ist so ganz anders, wie man es vielleicht erwartet. Wer von Ostkanada bislang nur Montreal kennen gelernt hat und auch von den übrigen Metropolen dieses Kontinents meist die Wolkenkratzer-Skyline gewöhnt ist, wie in Toronto oder Vancouver, der glaubt kaum auf so etwas vorzufinden.

Reisebericht The Maritims of Canada

Quebec ist die französischste Stadt Kanadas und hat einen ganz eigenen Charakter. Wolkenkratzer findet man hier eher nicht, dafür wunderschöne Stassen und Gassen, die man sehr gut in Tours, in Reims oder einer anderen Stadt Frankreichs entdecken könnte – und dann natürlich auch diesen tollen Hafen und das Chateau Frontenac. Es ist beeindruckend.

Reisebericht The Maritims of Canada  Reisebericht The Maritims of Canada

Reist man dann am St Laurence Strom weiter kommt man unweigerlich über New Brunswick nach Nova Scotia. Es verdankt seinen Namen, wie unschwer zu erraten ist schottischen Auswanderern, die im 18. Jahrhundert hier vornehmlich gesiedelt haben. Hier hat sich auch noch viel altes Brauchtum erhalten und auch viele Ortsnamen kommen einem mächtig vertraut vor, wenn man wie ich schottisches Blut in den Adern hat. Vor allem was Celtic Folk Music & Dance betrifft, wird man hier reichlich Gelegenheit haben, dies selbst zu erleben.

[nggallery id=1]

Um Halifax, der Metropole dieser Provinz, kommt man dabei gar nicht drum herum. Markant an dieser Küste sind die vielen tollen Leuchttürme. Dass sie hier bitter nötig sind an diesen Küsten wird vor allem der verstehen, der sich über die  Tücken dieser Weltecke kundig macht. An die 18 Meter Tidenhub und sehr starke Strömungen, sowie reichlich Riffe, Felsen, Malsände und plötzlich aufkommender Nebel machen es hier den Seeleuten nicht leicht, hier zu fahren.  Auch die Kirchtürme hier sind charakteristisch. Viele davon erinnern an die Spitze eines Speers oder einer Harpune. Sie sind ein festes Indiz über den ausgiebig betriebenen Walfang in der Vergangenheit, einen Haupterwerbszweig dieser Region über lange Zeit.

[nggallery id=2]

Die Orte hier sind ausnehmend bunt und die Menschen sehr gastfreundlich. Die teils recht skurrilen Bootshäuser der Fischer hier haben ihren ganz eigenen Charme. Die Küche hier ist toll. Der leckere Fisch kommt hier wirklich fangfrisch auf den Teller und sehr leckere Kartoffelgerichte! Die gibt es vor allem auf Prince Edward Island. Sie ist lieblich und schön und erinnert ein wenig an die südöstliche Ecke Schottlands. Die Böden hier sind fruchtbar, locker und sandig, deshalb gedeihen hier die dicksten und besten Kartoffeln Kanadas, sagt man; und von hier aus sei sie auch nach Europa gekommen, so wird behauptet. Hmmm… – Ob es stimmt? Ich hinterfrage es erst einmal nicht. Man will ja nicht unhöflich sein. Die Stände hier sind übrigens atemberaubend.

Allerdings ist hier alles voller Kartoffelfelder. In den Geschäften sieht man die dicken Erdäpfel, die bald so groß sind wie ein Kindskopf. Ja, und es gibt auf den Speisekarten der Restaurant und Kneipen die leckersten der leckeren Kartoffelgerichte. Vor den Küsten hier werden riesige und leckere Hummer gefangen. Hier kommt er tatsächlich noch in großer Zahl vor, denn er hat ideale Bedingungen hier. Der edle große Krebs schmeckt zudem umwerfend, wie ich schon feststellen durfte.

Wer die Maritimes besucht sollte unbedingt wenigstens einmal über die Confederation Bridge und damit über die Bay of Fundy gefahren sein. Sie ist die längste Brücke Kanadas und verbindet Prince Edward Island mit dem Festland. Bei klarer Sicht ist die Aussicht märchenhaft.

[nggallery id=3]

Märchenhaft ist auch die Stadt Annapolis Royal. Die man unbedingt besuchen sollte, wenn man in die Maritimes reist, weil man ein so blühendes Juwel dort nicht erwartet. Dass dieser Ort ein paar Skurrilitäten  aufweist, merkt man gleich. – Das liegt darin begründet, dass es wegen günstiger Lage und Ausläufern des Golfstroms, die das Klima begünstigen, ein beinahe mediterranes Flair für hiesige Verhältnisse hat. Unweit hier stand einmal Kanadas erster Regierungssitz Port Royal nämlich. Auch ist der schönste Leuchtturm dieser Gegend unweit von hier zu bestaunen, der von Peggy Corgy. Ursprünglich war es auch mal von Franzosen gegründet worden, doch letztlich vereinnahmten es andere. Seine Blüte hatte dieser historische Flecken Erde in Viktorianischer Zeit. Aus dieser Zeit stammt auch die Gründung der Annapolis Royal Academy. Viele Häuser zeugen noch davon. Manche sind richtig hübsch andere skurril, was ihr Aussehen betrifft. Ich mag die kleinen Läden hier in diesen alten Häusern. Sie haben so etwas Gemütliches und Altmodisches an sich. Auch eine historische Kleinbahn aus der Zeit ist noch vorhanden und wird liebevoll gepflegt.

[nggallery id=4]

Eine Festung mit schweren Geschützen hat einst dieses schöne Eckchen vor den so berüchtigten Piratenüberfällen und anderen unliebsamen Eindringlingen geschützt – Fort Anne. Man kann die Anlage noch besichtigen – und das alles erlebt und bestaunt man vor der Front des brausenden Atlantiks. Einmalig schön sind allerdings die Gärten hier, die noch bis spät in  den Herbst in Blüte stehen. Wer einen ‘grünen Daumen’ hat wird dieses Städtchen daher unbedingt lieben. Überall hier, werden wir uns in den kommenden Tagen noch ein wenig herumtreiben. In der nächsten Woche wollen wir auch wie bei unserer Reise zuvor nach  Newfoundland & Labrador.

[nggallery id=5]

Es grüßt herzlich von jenseits des Atlantiks

Die Fährtensucherin Friederike Küster

 

Über einen Kommentar von dir freue ich mich

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>