Namibia Reisebericht

Namibia–Traum und Wirklichkeit|6


Was hier so wunderschön im Reisebericht Namibia geendet hat, geht hier jetzt weiter…

Das Hohenstein Massiv

Auf der Fahrt Richtung Norden machen wir um das City-Center von Windhoek einen großen Bogen.

Das nächste interessante Ziel ist die Hohenstein Lodge in den Erongo-Bergen. In der fast luxuriösen Lodge kann man nicht nur wunderbar entspannen, sondern auch als Wanderer aktiv werden. Das Doppelzimmer mit Frühstück kostet hier umgerechnet ca. 95 €.

Für noch mehr Augenschmaus 😉 habe ich mich entschieden,  nun große Bilder in meinen Blog einzubinden. Mein Gast-Autor stellt mir so wunderschöne Bilder zur Verfügung, die klein so gar nicht richtig zur Geltung kommen. Genieße die Pracht in voller Größe, klicke dazu einfach auf das Foto und über das Kreuz kannst du das Bild dann wieder schließen.

Namibia Reisebericht Im Bungalow der Hohenstein Lodge

Namibia Reisebericht Das Hohenstein-Massiv in der Abendsonne

Am zweiten Tag müssen wir schon Viertel vor Sechs aus den Betten und auf Tour zu den Small Miners, die an den Felshängen des Hohenstein-Massives nach wertvollen Mineralien suchen. Zusammen mit einem Ehepaar aus München fahren wir im offenen Landrover durch die noch eiskalte Wüste bis zum Rand der Felsen und klettern dann bis zum Lager von drei armen Schluckern hinauf, die alle auf den einen reich machenden Fund hoffen. Unter allereinfachsten Bedingungen verbringen die Männer die meiste Zeit ihres Lebens dort am Berg und übernachten in einer Felsenhöhle. Als wir ankommen, haben sie sich gerade aus ihren staubigen Decken geschält. Das in der eiskalten Nacht wärmende Lagerfeuer glimmt noch. Für das nächste Feuer müssen sie erst wieder das stahlharte Kameldornholz mit Hammer und Meißel spalten. Sie zeigen uns etwas von ihren Funden. Was sie für ein paar glitzernde Steinstücke verlangen, ist so lächerlich wenig, dass wir freiwillig das Doppelte zahlten.

Namibia Reisebericht Einer der Small Miner raucht seinen Morgenjoint

Ein frisch gedrehter Joint soll ihnen helfen, den Tag glücklicher beginnen zu lassen, als er vielleicht endet. Das „Gras“ ziehen sie sich in einem alten Plastikeimer, der an einem Baum hängt. Aus einem alten Kofferradio dudelt Musik. Als wir schon ein Stück wieder auf dem Rückweg sind, hören wir die Dieselkompressoren für die Presslufthämmer anlaufen. Bald hören wir auch die nicht mehr und kommen wieder im gewohnten Luxus an.

 

Waterberg Resort

Vom Waterberg-Plateau, auf das wir hinaufklettern, blicken wir über das ehemalige Schlachtfeld des Jahres 1904, wo die aufständischen Hereros in der Schlacht am Waterberg von der Kolonialmacht Deutschland geschlagen wurden.

 

Namibia Reisebericht Pavian im Waterberg Camp

Etosha Nationalpark

Nach einer Zwischenübernachtung in der schönen Fiume Lodge fahren wir nun für fünf Tage in den Etosha Nationalpark hinein, um den „Big Five“ nachzustellen. Drei davon treffen wir, Elefanten, Nashörner und Löwen. Büffel gibt es in dem meist trockenen Park nicht und Leoparden sind dann aktiv, wenn wir schlafen und im Camp eingesperrt sind. Eigentlich ist dieser Park ein riesiger Zoo, in dem die Menschen die Eingesperrten sind. Stundenlang fahren wir durch die riesige trockene Steppe und Savanne, um die Tiere an den Wasserlöchern zu erwischen, zu denen sie nach Monaten Trockenzeit unweigerlich hin müssen. Das Auto dürfen wir dabei nur an wenigen eingezäunten Picknickplätzen verlassen. Offene Augen sind bei den altersschwachen Zäunen trotzdem angebracht.

Die Tore der schwer gesicherten Camps schließen mit Sonnenuntergang und öffnen erst wieder mit Sonnenaufgang. In diesen fünf Tagen haben wir in der trockenen Landschaft mehr Staub geschluckt, als in drei Monaten im australischen Outback. Bei über 30 °C mehrere Stunden auf dem Autositz aushalten, um auf Elefanten oder Löwen zu warten, kann schon anstrengend werden. Aber der Lohn ist das Erlebnis, die immer seltener werdenden großen Tiere in freier Wildbahn zu sehen.

Namibia Reisebericht So freundlich begrüßen sich Elefanten

 

 

Namibia Reisebericht Giraffen in Saufstellung am Wasserloch

 

 

Namibia Reisebericht Wenn Löwen trinken wollen, gehen Zebras und Strauße auf Abstand.

 

 

Namibia Reisebericht Oryx-Antilopen (Spießböcke)

 

 

Namibia Reisebericht Über tausend Zebras auf dem Weg zum Wasserloch

 

 

Namibia Reisebericht Das scheue Spitzmaulnashorn bleibt im sicheren Busch und beobachtet uns

 

 

Namibia Reisebericht Der König hat seinen Durst gestillt und geht nach Hause

Gastautor: Gerhard Lehmann

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