Fahrradtour-Reisebericht Teil 2

Fahrradtour von Berlin nach Leipzig

Gastartikel von Mister Fit :-) 

Durch die Jünsdorfer Heide musste der Schlenker zum Rangsdorfer See sein. Landschaftlich eine wunderschöne Gegend. Ein Hotel direkt am See, daneben ein Strandbad und im Winter ist hier oft Eissegeln angesagt, da der See sehr flach ist und schnell eine Eisdecke bildet, so erzählte mir ein Insider. 

In den landschaftlich schönsten Ecken haben schon zur NS-Zeit die Obrigkeiten nette Quartiere eingerichtet. Aus diesem Grund gibt es ein Stauffenberg-Gedenkstein. Von diesem Quartier aus startete er seinen Attentatsversuch gegen Adolf. Dann waren die Besatzer drin und heute ist es die Seeschule Rangsdorf 

In Groß Machnow bin erst wieder auf den Kurs des vorgegebenen Radweges gekommen, vorbei an der Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Neben der B 96 bin ich durch herrliche Natur geradelt, die mit dem Auto nicht wahrgenommen werden kann. Die Lindenalleebäume standen in voller Blüte und verströmten einen betörenden Duft. Oder ein in herrlich blühendes Mohnfeld entzückte die Augen.

Die Natur wird wie beim Wandern sehr intensiv wahrgenommen. Natürlich verpasste ich nicht den Fleischer, der aus einer alten Marinier Anstalt A. Klauck in Zossen hervorgegangen ist. Die Gulaschsuppe war frisch und lecker. Hier war Winston Churchills Zitat für Unternehmer nicht für Unterlasser angebracht: “Es gibt Leute, die halten Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere meinen der Unternehmer sei eine Kuh, die man ununterbrochen Melken könne. Nur wenige sehen in ihm das Pferd, das den Karren zieht.” Zossen gehört immer noch zur Region “Der Teltow” mit dem Eindruck, dass viele versuchen mit neuen Unternehmen den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Reisebericht Fahrradtour Berlin LeizpigEin schönes Beispiel ist die Draisinen Bahn, die mit eigener Kraft bis Jüterbog getrieben werden kann, deren Gleise auf der Tour immer wieder gekreuzt werden, weil sie ursprünglich für militärische Zwecke erbaut wurde und schon 1875 Kummersdorf erreichte.
Mit der Draisine muss auch in die Pedalen getreten werden, jedoch kommt man nicht ständig vom Weg ab, wie es mir doch öfter passierte.

Mellensee erreichte ich immer parallel zu den Eisenbahngleisen und entdeckte die Schleuse Mellensee im Nottekanal. In der wasserreichen Umgebung von Berlin-Brandenburg können auch die Wasserwanderer mit Kanu und Kajak (Amazon) voll auf ihre Kosten kommen und die Natur vom Wasser her genießen. Am gleichnamigen See kann man im Fischhof frischen oder geräucherten Fisch genießen und gleichzeitig am See sitzen. So viel Zeit war aber nicht geplant. Eigentlich schade.

In Sperenberg war wieder ein Abstecher in die ehemaligen Gipsbrüche bis zum Aussichtsturm unausweichlich. Das jetzige Naturschutzgebiet ist einfach idyllisch. Nicht den roten Adler, das Wappentier von Brandenburg, sondern den roten Milan habe ich verfolgen können. Hier hat der Naturschutz gegenüber dem industriellen Abbau von Naturgips gewonnen. Die Produktionsstätten sind noch vorhanden und scheinen so sachte zu verkommen. Die selbst gewählte Abfahrt vom ca. 70 m hohen Berg war schon etwas halsbrecherisch.

Hier geht es weiter: Fahrradtour Reisebericht Teil 3

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